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Verfechter der basischen Ernährung vertreten die Ansicht, dass die Lebensmittel heutzutage durch ihren erhöhten Säureanteil eine sogenannte Übersäuerung des Körpers auslösen würden. Der Säure-Basen-Gehalt des Körpers gerate dadurch aus den Fugen, was einige, teilweise sogar sehr schwerwiegende Erkrankungen nach sich ziehe. Eine ausgeglichene Ernährung und ein Pulver als Nahrungsergänzungsmittel sollen Abhilfe schaffen.

Geschichte
Bereits im Mittelalter glaubte man, dass eine ungleiche Verteilung der Körpersäfte schlimme Krankheiten hervorrufe. Dementsprechend hieß es , man müsse die Patienten mit jenen Säuren oder Basen behandeln, die ihnen fehlten, um die Balance zwischen den Säften wieder herzustellen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde diese Theorie erneut aufgegriffen. Die These der “Übersäuerung” ist aber bis heute sehr umstritten und schulmedzinisch schlicht nicht anerkannt.

Von Säuren und Basen
Befürworter der basischen Ernährung trennen die Lebensmittel in säure- und basenhaltige. Salate, Kartoffeln, Gemüse und Obst etwa seien basenhaltig- aus ihnen sollten zwei Drittel der Ernährung bestehen. Als säurehaltig gelten etwa Zucker und Süßigkeiten, Teigwaren, Brot, Fleisch, Käse und Alkohol- sie sollten ein Drittel der Lebensmittelzufuhr stellen.

Allheilmittel Basenpulver?
Vor diesem Hintergrund lässt sich auch die Thematik der sogenannten Basenpulver besser verstehen. Diese Pulver sollen eingesetzt werden, um den Körper vor einer Überlastung durch Übersäuerung zu bewahren bzw. einer solchen entgegen zu steuern und damit Erkrankungen vorzubeugen oder zu heilen. Sie bestehen zumeist aus Mixturen von Mineralsalzverbindungen und Lactose oder Saccherose. Vertreter der basischen Ernährung und einige Heilpraktiker empfehlen zusätzlich zu einer basenreichen Kost eine Einnahme von ein bis zwei Esslöffeln der Pulver täglich.

Keine wissenschaftliche Grundlage
Wissenschaftliche Studien haben jedoch eindeutig ergeben, dass die Einnahme von Basenpulver keinerlei Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Das natürliche Puffersystem des Körpers halte das Säure-Basen-Verhältnis in Blut und Gewebe im Gleichgewicht, zusätzliche Hilfsmittel seien für einen gesunden Menschen überhaupt nicht vonnöten. Eine ausgewogene Ernährung sei der Grundstein für einen funktionierenden Organismus und ein gutes Abwehrsystem.

Es scheint also, dass es doch kein Wundermittel in Pulverform gibt. Wer die Pülverchen aber trotzdem gerne ausprobieren möchte, kann dies getrost tun- eine eindeutige negative Wirkung konnte ihnen wissenschaftlich bislang ebenso wenig nachgewiesen werden wie eine positive.

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