Die Beschwerden, die von einer Mangelerkrankung verursacht werden, sind meist sehr unspezifisch und daher ist es gar nicht so nahe liegend überhaupt auf die Idee zu kommen, an einem Mangel zu leiden. Oft handelt es sich dabei um Beschwerden, die man eher unterbewusst wahrnimmt und gar nicht richtig einordnen kann. Ein Beispiel dafür ist eine ganz elementare Folge des Eisenmangels, nämlich Müdigkeit. Da Müdigkeit so ziemlich von jeder Krankheit herrühren kann, aber auch einfach mit zu viel Stress, dem Wetterwechsel oder mit persönlichen Problemen, die zu viel Kraft rauben, verbunden wird, ist das meist noch kein auffallender Hinweis auf eine Mangelerkrankung. Doch welche anderen Beschwerden können von Mangelerkrankungen verursacht werden und an welchen Stoffen mangelt es am häufigsten? Ein kurzer Überblick.
Die Beschwerden
Eisenmangel ist eine sehr weit verbreitete Mangelerkrankung. Hauptsächlich leiden junge Menschen unter Eisenmangel, besonders in der sowieso schon heiklen Phase der Pubertät. Im Leben einer Frau gibt es aber auch eine zweite gefährliche Situation, bei der ein Mangel an Eisen nahe liegt: die Schwangerschaft. In der Schwangerschaft sollte man daher besonders achtsam mit seinem Eisen- Haushalt umgehen und in den Körper hineinhören, ob ihm vielleicht etwas fehlt. Die Anzeichen für einen Eisenmangel sind sehr verschieden. Von ständiger Müdigkeit und der damit verbundenen Antriebs- und Lustlosigkeit, über depressive Verstimmungen bis hin zu dunkle Ringen unter den Augen und ständig entzündeten Mundecken.
Viele leiden aber auch an einem Mangel an Calcium. Das zeigt sich beispielsweise in brüchigen Nägeln und Krämpfen, die sehr schmerzhaft sein können. Auch bei Calcium haben Schwangere und Kinder in der Wachstumsphase einen erhöhten Bedarf und sind daher besonders gefährdet, an Mangelerscheinungen zu leiden.
Die Behandlung
Natürlich kann man bei einer Mangelerscheinung darauf achten, den Stoff oder das Vitamin vermehrt durch eine veränderte Ernährung zu sich zu nehmen. Oft reicht das jedoch nicht aus. Dann kann man zu Präparaten in Form von Tabletten greifen, von denen es sehr unterschiedliche gibt. Viele Vitaminpräparate sind nicht nur in der Apotheke zu finden, sondern sogar im Supermarkt wie bei Vitamin C- Präparaten oder auch im Sportshop, zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel wie Carnitin.
Am besten ist es aber, sich im Falle des Verdachts auf einen Mangel auf jeden Fall mit dem eigenen Arzt in Verbindung zu setzen. Er wird eine Blutuntersuchung veranlassen, denn die Stoffe im Körper sind genau messbar. Wird tatsächlich ein Mangel an einem Vitamin oder einem anderen Stoff festgestellt, wird Sie der Arzt beraten, welches Präparat sie ausprobieren und wie lange sie es einnehmen sollten bis man bei einer zweiten Blutuntersuchung überprüfen kann, ob das Präparat anschlägt.




